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Zahnplomben | Alles Wissenswerte im Überblick

Was ist eine Zahnplombe?

Der Ausdruck "Zahnplombe" bezeichnet eine Füllung im Zahn, die nach einem Kariesbefall während der zahnärztlichen Behandlung in den Zahn gegeben wird; die Tätigkeit des Füllunglegens wird "Plombieren" genannt. Plomben können aus verschiedenen Materialien bestehen. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und leitet sich aus dem Wort "plomb" ab, was so viel wie "Blei" bedeutet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Blei, auch "Plumbum" genannt, früher als Befüllungsmaterial für Zähne verwendet wurde. Da dies heute nicht mehr zutrifft, ist der Ausdruck "Plombe" veraltet; die Bezeichnung "Zahnfüllung" ist hingegen treffender.

Das Plombieren der Zähne ist eine althergebrachte medizinische Disziplin. So sind Berichte aus der Römerzeit bekannt, die das Anbringen von Zahnfüllungen belegen. Der Dichter Martialis (40 - 101) schrieb dabei in seinem Gedicht "Eximit aut rificit dentem Cascellius aegrum" (übersetzt bedeutet dies "Cascellius zieht den kranken Zahn oder bessert ihn aus") und gab damit den ersten Hinweis zum Ersetzen von kariösem Zahnschmelz. Die damaligen Füllmaterialien waren noch sehr primitiv: Neben Wachs und verschiedenen Harzen fanden auch Pottwalsekret, Ambra genannt, sowie in Arzneien getunkte Wattekügelchen bei der Patientenbehandlung Verwendung. Füllungen aus Metall sind erst seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Die gängige Praxis bestand in der Nutzung von Folien, u.a. aus Zinn, Blei, Gold, Kupfer oder Vitrol, die in mehreren Lagen in das Zahnloch eingebracht wurden. Eine Vorbehandlung, in der die befallene Stelle ausgefeilt und ausgebrannt wurde, gab es ebenfalls bereits; eine Schmerzbehandlung vor oder nach dem Eingriff wurde allerdings nicht durchgeführt.

Video: Füllung eines Zahns mit Amalgam


http://www.youtube.com/watch?v=HmdpVGELrBE

Welche Varianten von Plomben gibt es?

Heutige Behandlungsmethoden sind deutlich moderner. Zunächst erfolgt eine Reinigung der porösen Stelle. Anschließend werden die kariösen und eventuell vorhandenen Füllungsreste mit dem Bohrer abgetragen. Nachdem der zu behandelnde Zahn vollständig desinfiziert wurde, bringt der Zahnarzt die Füllung ein. Dabei gibt es nun ein differenziertes Angebot an Zahnfüllungen, die sich insbesondere in ihrer Haltbarkeit und in ihrer Kostenintensität unterscheiden.

Die bekannteste Form ist immer noch die Amalgamfüllung. Dabei handelt es sich um ein Metallgemisch aus Silber-, Kupfer-, Zinn- und Zinkpulver, dem flüssiges Quecksilber beigemischt wurde. Diese Füllungsart stellt eine kostengünstige Variante für die Zahnbehandlung dar, da die Kosten komplett von der Krankenkasse übernommen werden. Zudem handelt es sich um ein Material, dass sich hervorragend verarbeiten lässt und über eine sehr hohe Haltbarkeit verfügt; es konnte erwiesen werden, dass Amalgamfüllungen zwischen 10 und 15 Jahre halten. Aufgrund der ungünstigen Ausgangslage für das Anbringen einer Almagamfüllung - der Zahn muss stärker ausgebohrt werden -, dem unschönen Aussehen in den vorderen Zahnregionen und der umstrittenen schädigenden Wirkung auf den menschlichen Organismus gibt es jedoch immer mehr Patienten, die zu schonenderen Behandlungsmöglichkeiten tendieren.

Die günstigste Alternative zu Amalgam bildet eine Kunststofffüllung, im medizinischen Fachjargon auch "Kompositfüllung" genannt. Sie bestehen aus einer organischen Kunststoffmatrix, die mit verschiedenen anorganischen Füllkörpern, u.a. Gläser, versetzt wird. Bekannt wurden sie durch ihren kosmetischen Vorteil: Sie können in verschiedenen Farben geliefert werden, so dass eine Füllung an die jeweilige Zahnfarbe leicht angepasst werden kann. Darüber hinaus erweisen sich Kompositfüllungen als schnell und vor allem kostengünstig einsetzbar. Nachteile ergeben sich u.a. durch die Einarbeitung bei der Zahnbehandlung: Um eine Kompositfüllung haltbarer zu machen, ist das Auftragen in mehreren Schichten bei gleichzeitiger Abhärtung dieser Schichten mit einer Polymerisationslampe nötig. Auf diese Weise soll die Einschrumpfung des Materials im Zahn vermindert werden. Hinzu kommt eine zunehmende Diskussion über das Gefahrenpotential von Kunststofffüllungen bezüglich der Toxizität, der Mutagenität, der Östrogenität sowie der Allergisierung durch die Beschaffenheit des Materials. Die Haltbarkeit der Kompositfüllung liegt zwar unter der einer Amalgamfüllung, weist ansonsten aber, außer einer möglichen Verfärbung durch Tee und Kaffee, keine besonderen Haltbarkeitsprobleme auf.


Zahnplombe / Zahnfüllungen

Zahnplombe / Zahnfüllungen

© PixelPower / Fotolia

Wo gibt es weitere Informationen?

Welche Alternativen gibt es zu einer Zahnplombe?

Eine weitere Möglichkeit stellen so genannte Inlays dar (vgl. » hier). Diese können jedoch nicht direkt in den Zahn eingebracht werden, sondern müssen in einem Zahntechniklabor entsprechend des vom Zahnarzt ausgeformten Loches angepasst werden. Inlays werden ausschließlich im Seitenzahnbereich genutzt; sie kommen insbesondere bei größeren Defekten eines Zahnes und der damit verbundenen Instabilität, die durch andere Materialien nicht gut genug zu beheben wäre, zum Einsatz. Inlays zeichnen sich dabei durch eine besonders langlebige Haltbarkeit und ihren kosmetischen Charakter aus.

Es können verschiedene Materialien für die Inlayfertigung verwendet werden: Hierzu zählen zum Beispiel Gold und Keramik, aber auch Porzellan und Glas. Eine Verwendung wird durch ein vorheriges Gespräch zwischen Zahnarzt und Patient bestimmt. Zusätzlich muss die Prognose des Zahnarztes für den Einsatz positiv sein. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Seitenwände des behandelten Zahnes nach dem Ausbohren über eine gewisse Mindeststärke verfügen müssen. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass der Zahn bei stärkerem Druck aufgrund von Kaubewegungen zerbricht und auseinanderfällt. Durch eine vorherige Verkürzung der instabilen Seitenwände des Zahns kann einem Bruch jedoch vorgebeugt werden. Nachteile sind bei den Kosten zu sehen, die durch die Laborarbeit und die Materialkosten, insbesondere bei Goldinlays, entstehen.



Zahnplomben / Zahnfüllung

Zahnplomben / Zahnfüllung

Kaum jemand freut sich auf eine Zahnfüllung, aber je länger man wartet, umso größer wird der Schaden am Zahn

Kostenübernahme bei verschiedenen Möglichkeiten

Wie sieht die Kostenübernahme bei den verschiedenen Möglichkeiten aus?
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass bis jetzt nur die Kosten für die Amalgamfüllung in vollem Umfang von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Für alle anderen Füllungsarten werden Zuschüsse gezahlt, die sich an den Kosten für eine alternative Amalgamfüllung orientieren. Einzige Ausnahme bildet der Nachweis einer Amalgamunverträglichkeit. Zu den anerkannten Gründen zählen zum Beispiel ein Nierenleiden oder die nachgewiesene Neigung zu Allergien.

Es werden hingegen von der GKV keine Leistungen für Keramik- und Goldinlays sowie für einige Sorten der Kunststofffüllung erbracht. Zusätzlich ist die Menge des verwendeten Materials für eine Kostenübernahme ausschlaggebend. Auch der kosmetische Aspekt stellt einen Grund für eine Leistungserbringung seitens der Krankenkassen dar: Sollten sich die Füllungen im sichtbaren Mundbereich befinden, übernehmen die Krankenkassen die anfallenden Kosten in der Regel nach einem Antrag. Bei privat versicherten Patienten entscheidet der konkrete, individuell vereinbarte Tarif, ob und welche Leistungen in welchem Umfang von der PKV bezahlt werden. Gute Tarife der privaten Krankenkassen bezahlen bis zu 85% aller Zahnbehandlungs- und Zahnersatzkosten, wobei der Versicherte dann in Absprache mit dem Zahnarzt mehr oder weniger freie Wahl hat, welche Materialien und Behandlungsart im Falle einer nötigen Zahnplombe gewählt wird (05.11.2012).



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