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Zahnschema | Code zur Ortsbestimmung der Zähne

Gebissschema und Zahnschema

Mithilfe des » Zahnschemas (oder auch Zahnzahl bzw. Gebissschema) ist es möglich, die menschlichen Zähne dokumentarisch darzustellen – eine "Zahnformel zur Ortsbestimmung der Zähne". Auf diese Weise kann jeder einzelne Zahn im Zahnbogen bzw. Kiefer in seiner Position eindeutig benannt werden. Umgangssprachlich sprich man manchmal auch von den "Hausnummern der Zähne".

Zum Einsatz kommt dafür vorwiegend das sogenannte FDI-Schema (System des internationalen Fachverbandes der Zahnärzte), in Nordamerika wird zudem auch das amerikanische System verwendet. Historisch spielt zudem auch das Gebissschema von Zsigmondy und Haderup eine wesentliche Rolle.


Zahnschema / Gebissschema

Zahnschema / Gebissschema

(© bilderzwerg / Fotolia)

Überblick über das Gebiss des Menschen

Die Zähne werden benötigt, um von Nahrungsmitteln abbeißen bzw. diese kauen zu können. Außerdem spielen sie auch bei der Lautbildung eine wesentliche Rolle. Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus bis zu 32 Zähnen, die vier Weisheitszähne sind allerdings nicht bei jedem ausgebildet. Dementsprechend sind beim Erwachsenen jeweils 16 Zähne im Unter- bzw. Oberkiefer zu finden. Die vier Schneidezähne liegen in der Mitte, daran schließen sich ein Eckzahn sowie zwei Backenzähne an. Der Abschluss wird von den Mahlzähnen gebildet, wobei die hintersten Zähne die Weisheitszähne sind, die normalerweise erst ab einem Alter von 17 Jahren ausgebildet werden.

Bereits vor der Geburt sind unsere Zähne angelegt, wobei die Keimanlagen dafür schon den ersten acht Wochen der Schwangerschaft entstehen. Bei der Geburt sind sowohl Teile der Milchzähne als auch Teile der bleibenden Zähne vorhanden und der erste Milchzahn wächst dann mit ungefähr sechs Monaten. Das vollständige Milchgebiss des Kindes ist normalerweise mit etwa zweieinhalb Jahren ausgebildet.

Youtube: Wie heißen meine Zähne? > Video mit Erläuterung der Zahnschema Formel
(https://www.youtube.com/watch?v=Ccpve8khRCg)

Das FDI-Zahnschema

Im Zahnschema des internationalen Fachverbandes der Zahnärzte teilt man das Gebiss in vier Quadranten auf. Die erste Stelle wird dabei immer von der Ordnungszahl des jeweiligen Quadranten gebildet (oben rechts = 1, oben links = 2, unten links = 3, unten rechts = 4). Zugrunde gelegt wird dabei die Seitenbezeichnung, die vom Patienten wahrgenommen wird, wodurch sich dann eine spiegelbildliche Aufzeichnung ergibt. Der erste Quadrant ist daher zum Beispiel im Zahnschema oben links zu finden, sodass man sich bildlich vorstellen kann, dass hinter dem Zahnschema der Patient steht. Die Zähne einer Kieferhälfte werden dann von eins bis acht durchnummeriert, wobei man immer mit dem mittleren Schneidezahn beginnt und dann fortlaufend nach außen weiterzählt.

Eine einzelne Zahnposition ergibt sich daher aus der Zahnziffer und dem Quadranten, der dieser vorangestellt ist. Der Zahn mit der Position 11 ist somit der mittlere Schneidezahn, der oben rechts zu finden ist. Da die Kennung zweiziffrig und zusammengesetzt ist, spricht man die Nummer nicht als elf aus, sondern als eins-eins.

Ein ähnliches Zahnschema wendet man auch bei den Milchzähnen des Kindes an, wobei man im Milchgebiss normalerweise pro Kieferhälfte fünf Zähne findet, insgesamt verfügt ein Milchgebiss daher über zwanzig Zähne. Die Quadranten bezeichnet man dort mit den Nummern fünf bis acht (oben rechts = 5, unten rechts = 8).

Neben den Zahnziffern notiert der Zahnarzt aber auch noch andere Abkürzungen. So stehen zum Beispiel die Abkürzungen c für Karies, k für Krone oder o.b. für ohne Befund.

Wann kommen Zahnschemata zum Einsatz?

Zahnschemata sind vor allem bei der Erstellung eines Kosten- und Heilplanes wichtig, in dem man den aktuellen Zustand des Zahnes bzw. die geplante Therapie darstellen kann. So kann es zum Beispiel einen genauen Befund bei Karies liefern und es wird auch bei der Beurteilung von Zahnfehlstellungen eingesetzt (vgl. » Zahnfehlstellungen korrigieren, » Zahnregulierungen).

Den Zahnärzten, den Zahntechnikern sowie dem Assistenzpersonal ermöglicht die Zuordnung der Nummern zudem eine eindeutige Kommunikation bzw. Dokumentation von einem Befund. Vor allem wenn nicht nur ein Akteur für die zahnärztliche Behandlung eines Patienten zuständig ist, kann ein Gebissschema die Kommunikation zwischen den beteiligten Personen enorm erleichtern. Darüber hinaus kann ein Zahnschema auch dazu verwendet werden, um unbekannte Tote zu identifizieren.


Heil- und Kostenplan Formular mit Zahnschema

Heil- und Kostenplan Formular mit Zahnschema

(© O.K. / Fotolia)

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