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Mundgeruch aus dem Magen?

Nicht immer ist die Quelle direkt auszumachen

Mundgeruch, medizinisch Halitosis genannt, kann von schlechter Mundhygiene kommen oder ein Zeichen für andere Gesundheitsprobleme sein. Jedoch kommt er nur in seltenen Fällen tatsächlich aus dem Magen. Er kann sich verschlimmern durch falsche Ernährung und andere ungesunde Gewohnheiten.


Halitosis = Mundgeruch

Halitosis = Mundgeruch

(© tashatuvango/Fotolia)

Mundgeruch - ein alltägliches Phänomen

Die Intensität von Mundgeruch kann über den Tag hinweg variieren, weil bestimmte Nahrungsmittel (wie Knoblauch, Zwiebel, Fisch oder Käse) die Aktivität der Bakterien beeinflussen. Auch Rauchen oder Alkohol trägt zu Mundgeruch bei. Da im Schlaf der Mund weniger von Speichel gespült wird als tagsüber im Wachzustand, ist der Atem beim Aufwachen bei den meisten Menschen von schlechtem Geruch betroffen. Dies geht jedoch durch Zähneputzen, eine Mundspülung, das Benutzen von Zahnseide, durch Essen oder Trinken rasch von allein zurück. Sollte der schlechte Atem weiterhin bestehen oder den ganzen Tag über anhalten, sollte Ursachenforschung betrieben werden.

Speiseröhre

Aus dem Magen können Gerüche in den Mund aufsteigen, wenn die untere Speiseröhrenklappe nicht richtig schließt. Dies kann durch einen Gewebebruch der Fall sein. Dann steigt Magensäure in die Speiseröhre auf und beim Verdauungsprozess entstehende Gase gelangen in den Mundraum.

Eine andere Ursache kann eine Verformung der Speiseröhre sein, durch welche Speisepartikel sich in Gewebetaschen festsetzen und nicht in den Magen gelangen. Diese Fremdkörper in der Speiseröhre werden von Bakterien abgebaut, der Abbauprozess lässt übelriechende Gase entstehen, die durch den Mund entweichen.

Magen

Von den meisten Experten wird der Magen als sehr ungewöhnliche Quelle für Mundgeruch angesehen - wenn man einmal absieht von kurzfristig schlechtem Atem durch Aufstoßen oder Erbrechen. Die Speiseröhre ist normalerweise fest verschlossen, sodass keinerlei Gase aus dem Magen hinaufsteigen können.

Ein beständiger Rückfluss von Gasen oder flüssigen Substanzen aus dem Magen in die Speiseröhre ist ein Hinweis auf ein Gesundheitsproblem wie z.B. ösophogaler Reflux, eine Fistel in der Speiseröhre oder zwischen dem Magen und der Speiseröhre. Diese Erkrankungen haben jedoch in der Regel weitere Symptome, zum Beispiel Schmerzen oder Brennen in den betroffenen Körperregionen. Sollte Mundgeruch das einzige Beschwerdebild sein, ist nicht davon auszugehen, dass eine solche Erkrankung vorliegt. In diesem Fall ist wesentlich wahrscheinlicher, dass der schlechte Atem seinen Grund in der Mundhöhle hat.

Mund

In über 90 Prozent der Fälle von echter Halitosis liegt die Ursache im Mundraum. Es gibt eine lange Liste möglicher Gründe, die bei weitem häufigste Ursache ist jedoch der "halitogene Belag" auf dem hinteren Teil der Zungenoberfläche, in Zahntaschen und Zahnzwischenräumen. Hier leben Bakterien, die Schwefel und Aminosäuren als Stoffwechselprodukte produzieren. Diese sind an sich nicht unbedingt schädlich, verursachen jedoch den unangenehmen Mundgeruch.

Wird wenig Speichel produziert, trägt das zur Aktivität anaerober Bakterien bei und schwefelartiger Mundgeruch entsteht.

Durchschnittlich leben über 600 verschiedene Arten von Bakterien im Mund eines jeden Menschen. Ihre Anzahl zu reduzieren, kann signifikant dazu beitragen, Mundgeruch zu mindern oder ganz zu beseitigen.


Statistik (Quelle: Statista / parship.de)

Statistik (Quelle: Statista / parship.de)

Mundgeruch ist der größte Lustkiller und "schlimmste Überraschung" beim ersten Date

Zunge

Der häufigste Grund für Mundgeruch, der in der Mundhöhle entsteht, ist übermäßiger Belag auf der Zunge. Normalerweise sollte die Zunge auf dem hinteren Teil einen nur leichten weißlichen Belag aufweisen.

Dieser Belag enthält Bakterien, die für 80 bis 90 Prozent aller Geruchsprobleme verantwortlich sind, die ihre Ursache in der Mundhöhle haben. Diese Bakterien befinden sich auf dem hinteren Teil der Zunge, wo sie durch normale Aktivität wie Essen oder Sprechen nur wenig gestört werden. Auch ist dieser Teil relativ trocken, wird wenig von Speichel umspült und ist nur schwer zu reinigen. Damit stellt der Zungenrücken ein ideales Lebensumfeld für Bakterien dar, die einen schwefelartigen Geruch produzieren können.

Zahnfleisch

Zahntaschen sind Vertiefungen zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch (siehe auch: » Zahnfleischrückgang). Ihr Vorhandensein ist normal - aber eine gründliche Hygiene ist wichtig, damit sich nicht zu viele Bakterien hier ansiedeln, die zu » Zahnfleischentzündung und Mundgeruch führen können.

Unterhalb des Zahnfleischs können Bakterien siedeln. Sie haben einen sehr unangenehmen Geruch, der durch die Abbauprodukte von Aminosäuren verursacht wird. Oft ist » unentdeckter Karies oder Zahnstein die Ursache.

Die Entfernung durch den Zahnarzt kann eine sofortige Verbesserung bewirken. In leichteren Fällen hilft auch eine » antibiotische Mundspülung.

Interdentale Ursachen

Durch fehlende Zähne, relativ große oder zu enge Zahnzwischenräume sowie schlecht eingebrachte Zahnfüllungen können schwer zugängliche Hohlräume entstehen, in denen sich Essensreste sammeln. Diese werden langsam von Bakterien abgebaut, wodurch wiederum ein schlechter Geruch entsteht. Hierdurch können auch lokale Entzündungen des Zahnfleischs entstehen. Dagegen hilft eine » gute Mundhygiene.

Nase und Nasennebenhöhlen

Die zweithäufigste Ursache für Mundgeruch liegt in der Nase. Verantwortlich hierfür sind zum Beispiel eine hartnäckige Entzündung der Nasennebenhöhlen. Durch die Verbindung zwischen Mund und Nasenraum gelangt der von Bakterien in der Nase produzierte Geruch in den Mund und wird hier wahrgenommen.

Halitosis ist eine häufige Begleiterscheinung von chronischer Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung.


Schlechter Atem macht nicht gerade sympathisch

Schlechter Atem macht nicht gerade sympathisch

© sato00/Fotolia

Wie trägt die Ernährung zur Vermeidung bei?

Der Verdauungsprozess von allem, was wir zu uns nehmen, beginnt bereits in der Mundhöhle, noch bevor wir das Essen hinunterschlucken. Alle Nahrungsmittel werden verdaut und die Nährstoffe in den Blutkreislauf aufgenommen und zu den Organen transportiert. Dazu gehören auch die Lungen - und über die Ausatmung werden Verdauungsprodukte der aufgenommenen Speisen wieder an die Luft ausgeschieden. Daher werden Speisen mit starken Gerüchen - Knoblauch, Zwiebeln, Gewürze - auch noch über Tage hinweg ausgeschieden, unabhängig davon, wie fleißig nach der Mahlzeit die » Zähne geputzt, mit » Zahnseide gereinigt und der Mund gespült wird. Der Geruch verflüchtigt sich erst dann vollständig, wenn die Speisen vom Körper abgebaut wurden.

Wieso verursacht schlechte Mundhygiene Mundgeruch?

Wenn die Zähne nicht täglich geputzt und mit Zahnseide gerinigt werden, können Speisereste im Mund bleiben. Diese fördern das Bakterienwachstum zwischen den Zähnen, um das Zahnfleisch herum und auf dem Zungenrücken. Die Bakterien wiederum produzieren Gase und verursachen so einen schlechten Atem. Zusätzlich können antibakterielle Mundspülungen helfen, die Anzahl der Bakterien im Mund zu reduzieren.

Mundgeruch vorbeugen

Gute Mundhygiene und Zahnhygiene ist der wichtigste Baustein, um schlechtem Atem vorzubeugen. Zweimal täglich sollten die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden, um Speisereste und » Zahnbelag (Plaque) zu entfernen. Viele schwören auf » Ultraschallzahnbürsten. Ebenso wichtig ist es, auch die Zunge zu reinigen. Dies kann ebenfalls mit der Zahnbürste geschen oder mit einem speziellen Zungenreiniger, der in Drogerien und Apotheken erhältlich ist.

Zahnseide und » Interdentalzahnbürsten helfen, Speisereste und Plaque zwischen den Zähnen zu entfernen. Sie sollten täglich verwendet werden. Ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt hilft, Karies und Pardontose rechtzeitig zu erkennen. Der Zahnarzt ist auch der richtige Ansprechpartner, um Probleme wie trockenen Mund anzusprechen, die Mundgeruch verursachen.

Viel Wasser trinken hilft, die Mundschleimhäute feucht zu halten. Dadurch wird eine überschießende Aktivität anaerober Bakterien verhindert. Den gleichen Effekt hat das Kauen von (zuckerfreiem) Kaugummi, da es die Speichelproduktion anregt und somit die Mundhöhle und ihre Schleimhäute befeuchtet.

Wie wird Mundgeruch behandelt?

In den meisten Fällen ist der Zahnarzt der erste Ansprechpartner, um die Ursachen für Mundgeruch zu behandeln. Wenn der Zahnarzt feststellt, dass Zähne und Zahnfleisch gesund sind und der Mundgeruch nicht oral entsteht, kann er zum Hausarzt oder Facharzt überweisen. Diese können andere organische Ursachen feststellen oder ausschließen.

Mehr im Web zum Thema schlechter Atem:

• » www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/mundgeruch-ursachen-was-tun-gegen-mundgeruch-a-1027399.html
• » www.focus.de/gesundheit/ratgeber/zaehne/tid-13538/tabuthema-schlechter-atem-zehn-fakten-zu-fiesem-mundgeruch-ursachen-und-wie-er-sich-vermeiden-laesst_aid_376400.html
• » www.netdoktor.de/symptome/mundgeruch/

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